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Theorie der Geisterkunde

Johann Heinrich Jung, genannt Stilling

1808 erschienen, 1979 nachgedruckt, 379 Seiten
In diesem Buch möchte Stilling die Frage beantworten, «was von Ahnungen, Geschichten und Geistererscheinungen geglaubt und nicht geglaubt werden müsse». Die Beschäftigung mit den Dingen des Jenseits nimmt zunehmend breiteren Raum ein. Verstärkt bricht im Alter auch ein prophetisches Sendungsbewußtsein durch, das seine Aussagen apodiktisch und gegenüber Andersdenkenden intollerant-verdammend werden läßt.
So scheidet sich seine nicht kleine Leserschar zunehmend deutlich in unbedingte Anhänger und kategorische Ablehner. Hatte J.-S. den ersten Teil seiner Lebensgeschichte geschrieben, um den schwankenden Glaubensgrund seiner Freunde zu befestigen, sich also an die Gebildeten unter den Verächtern der Religion gewandt, so schrieb er zum Schluß nur noch für seine Anhänger, und das waren in immer stärkerem Maße die Ungebildeten unter den Verfechtern des Christentums.

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